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Selbstverteidigung von A bis Z
ISBN 978-3-9808375-6-9
von Robert F. Glener

Manfred K., Sportpädagoge aus Essen, Diplom

Mir ist aufgefallen, dass im Alphabet des Buches der Buchstabe X fehlt. Einige Bereiche sind jedoch etwas komplexer zusammengefasst, so beinhaltet beispielsweise der Bereich Q drei verschiedene Varianten an möglichen Angriffstechniken. Gibt es hierfür einen gezielten Grund?

Manfred K.
[Anmerkung der Redaktion: Familiennamen werden grundsätzlich durch die Redaktion abgekürzt.]
Die Redaktion, Kubayamashi-Do Fachbuchverlags aus Frankfurt am Main

In der Tat gibt es einen gezielten Grund für diese Struktur der Unterteilung der verschiedenen Angriffstechniken:

Die Tatsache, dass insbesondere der Bereich Q mit gleich drei Variationen eines Angriffs belegt ist liegt daran, dass wir ursprünglich nur zwischen dem Bereich P: Rechtes Festhalten von vorne und dem Bereich Q; Rechtes Festhalten von hinten differenzieren wollten. Hiermit wäre es ideal möglich gewesen die 26 Bereiche in eine alphabetische Ordnung zu unterteilen. Die Differenzierung zwischen der Art eines Angriffs im Stehen und eines in gebeugter Körperhaltung wollten wir hierbei dezent zusammenfassen, denn der Buchtitel Selbstverteidigung von A bis Z schien es uns wert, dies zu akzeptieren. Im Laufe der Zeit kamen jedoch Selbstverteidigungstechniken für sitzende Berufsgruppen zu unserem Ausbildungsprogramm hinzu, weshalb wir den Bereich Q eine weitere Unterteilung hinzufügen mussten. Würden wir heute die alphabetische Ordnung neu gestalten, so müsste das Buch heißen Selbstverteidigung von A bis Z, Za und Zb. Sie können sicher leicht nachvollziehen, weshalb wir das nicht wollten.

Der fehlende Bereich X beruht auf dem logischen Aufbau des Schwierigkeitsgrades der Angriffsmuster. X wäre der Bereich, in dem der Verteidiger mit dem Bauch auf dem Boden liegt, während der Angreifer auf dem Rücken des Verteidigers sitzt und diesen von hinten, respektive aus der Position von oben, am Hals drosselt (umgangssprachlich: würgt).

Da wir um realistische Verteidigungstechniken bemüht sind und unter dieser Prämisse zahlreiche populäre so auch abstruse Techniken hinsichtlich deren realistischen Qualitäten untersucht haben, sind wir bisher jedoch zu der Erkenntnis gelangt, dass es keine glaubhaften Techniken gibt, mit der sich ein körperlich unterlegener Verteidiger gegen einen entsprechend überlegenen Angreifer in einer solchen Situation erfolgreich verteidigen kann.

Bei den meisten Techniken gegen einen solchen Angriff sind Körpermasse und Muskelkraft die entscheidenden Momente, welche die Überwältigung des Aggressors ermöglichen. Solche Techniken sehen wir jedoch nicht als derartige Kampfkunst an, die wir unseren Schülern und Lesern vermitteln wollen. Denn jene Techniken gehören unseres Erachtens nach eher in Sportarten wie dem Ringen, in dem für Muskelkraft eine höhere Priorität gilt als in den asiatischen Kampfkünsten, die es jedem Schwächeren ermöglichen sollen, stärkere Gegner zu besiegen.

Deshalb sparen wir den Bereich X aus, bis wir zumindest eine Technik kennen lernen, die unsere Prüfung auf Funktionalität und Effizienz besteht. Sollten wir allein des Spektrum-deckenden Angebots wegen unrealistische Techniken erörtern und verbreiten, würden wir unserem Grundgedanken hinsichtlich unserer eigenen Verantwortung gegenüber unseren Schülern und Lesern widerstreben. Denn wir gehen davon aus, dass Schüler und Leser unbedingt darauf vertrauen können müssen, dass Techniken, wenn diese richtig gelernt werden, im Ernstfall funktionieren müssen. Techniken, die nur theoretisch funktionieren, haben im realen Leben keinen Platz.
Manfred K., Sportpädagoge aus Essen, Diplom

Ich danke Ihnen für Ihre schnelle und ausführliche Erörterung Ihrer Intentionen. Auch aus meiner Sicht gehören theoretische Scheintechniken nicht in den Bereich wahrer Kampfkünste.

Ich selbst habe 3 Jahre Hapkido gemacht und mir standen all zu oft die Haare zu Berge, wenn ich mir anschauen musste wie das Knie des überwältigten Angreifers im unkontrollierten Sturz nur knapp die Genitaien oder manchmal auch den Kopf des Verteidigers (also unseres Meisters beim Vorführen seiner Techniken) verfehlt hat. Ihr Sinn für Realsituationen ist auch im Buch sehr deutlich zu erkennen. Ebenso hat mir Ihre Erörterungen zur Feldsicherung im Buch 'Nothilfesituationen' sehr gut gefallen. Genau genommen sollten Sie diese beiden Bücher aneinanderkleben, sie gehören irgendwie zusammen.

Mit freundlichen Grüßen

Manfred K. - Ja, ich weiß, die Redaktion würde meinen ausgeschriebenen Familiennamen abkürzen ;)

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